In den letzten Wochen war es etwas ruhiger um den FAUN, da andere Projekte Vorrang hatten und ich mich leider nicht um das Fahrzeug kümmern konnte. Am vergangenen Wochenende ging die Fehlersuche jedoch intensiv weiter – zwei volle Tage standen ganz im Zeichen der Druckluftanlage.
Um den seit Monaten bestehenden Luftverlust aufzuspüren, wurden sämtliche Sperrventile erneuert, einschließlich der Ventile für den Aufliegeranschluss. Trotz dieser Arbeiten besteht das Problem weiterhin: Bei normaler Motordrehzahl baut die Anlage lediglich etwa 1 bar Druck auf. Wird die Drehzahl erhöht, steigt der Druck maximal auf rund 2 bar an – mehr ist nicht zu erreichen.
Zusätzlich wurde die Anlage über den Notbefüllanschluss an der Fahrzeugfront mit externer Druckluft beaufschlagt. Dabei zeigte sich ein weiteres ungewöhnliches Verhalten: Das Manometer im Fahrerhaus reagiert überhaupt nicht. Gleichzeitig wird lediglich der äußere Luftkessel mit Druck beaufschlagt, während der innere Kessel leer bleibt. Der rechts vorne unter dem Motor befindliche Reserve-Luftbehälter erhält hingegen Druck.
Derzeit besteht die Vermutung, dass ein Ventil oder Relais in der Druckluftanlage festhängt und dadurch den ordnungsgemäßen Druckaufbau verhindert. Hinzu kommt, dass beim Entleeren eines Kessels erhebliche Mengen Wasser und Schmutz austraten. Dies lässt den Schluss zu, dass sich über die Jahre Korrosion und Ablagerungen im System gebildet haben, die möglicherweise weitere Ventile blockieren oder deren Funktion beeinträchtigen.
Die Fehlersuche geht weiter. Nun werden wir uns systematisch entlang der Leitungen und Ventile durch die Anlage arbeiten, bis die Ursache gefunden ist. Immerhin gibt es inzwischen wieder Druck in Teilen des Systems – ein kleiner, aber wichtiger Fortschritt.